Weltweit können 121 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen. Wir arbeiten daran, das zu ändern.

Weltweit haben 121 Millionen Kinder keine Chance, zur Schule zu gehen. Millionen Kinder gehen zur Schule, die Unterrichtsqualität leider allerdings unter den schlechten Zuständen vor Ort. Street Child baut Schulen, bildet Lehrer aus und unterstützt die am meist gefährdeten Kinder der Welt. Lesen Sie hier, wie wir das angehen:

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Kinderschutz

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Auf der ganzen Welt leben, schlafen oder leben Millionen von Menschen auf der Straße - wegen Konflikten, Krisen oder Armut. Ohne Unterstützung werden sie mit Gefahren und Gewalt konfrontiert und Bildung ist ihre letzte Priorität. Street Child startete 2008 in Sierra Leone mit der Hilfe für Straßenkindern, die sich in dieser Situation befanden. Unsere Arbeit begann mit einem kleinen Projekt für nur einhundert Straßenkinder in Makeni, im Norden von Sierra Leone. Seitdem sind wir Experten auf dem Gebiet des Kinderschutzes geworden und haben Tausenden von Straßenkindern geholfen ein sicheres Zuhause zu finden und (wieder) in die Schule zu gehen. Aber wir sind noch nicht fertig. Mit Ihrer Hilfe können wir Tausende von Kindern helfen und sie zur Schule schicken. Wir wollen den Kindern die Chance geben, eine bessere Zukunft zu haben.

was machen wir

Wir arbeiten daran Kinder von der Straße zu holen, weg von der Gefahr und stattdessen zur Schule zu gehen. Wir glauben nicht an Waisenhäuser oder andere Formen von Zentren. Stattdessen arbeiten unsere engagierten 'Straßenteams' und Sozialarbeiter hart daran, das Leben so vieler Kinder wie möglich zu verändern. Die Straße ist "ihr Büro". Sie verbringen ihre Zeit damit, sich mit Straßenkindern zu treffen und sich allmählich mit ihnen anzufreunden - Vertrauen zu gewinnen und ihr Ansprechpartner im Vertrauen zu werden, was vielen Kinder, die auf der Straße leben fehlt.

Durch einen Prozess der Beratung und Vermittlung arbeiten unsere Teams daran, die familiären Bindungen des Kindes zu stärken - beginnend mit dem Aufsuchen von Familienmitgliedern und der Wiedervereinigung.

Sobald das Kind in einer sicheren Familienumgebung angekommen ist, konzentriert sich Street Child darauf, dabei zu helfen, dass das Kind die Schule besuchen kann. In den meisten Fällen stellen wir die Familie unseren Familieneinkommensunterstützungsteams vor, damit das Familienoberhaupt das Kind finanziell in der Schule halten kann.

Street Child schützt Kinder auch durch Stärkung der ländlichen Bildung. Viele Kinder ziehen in die Städte, um dort Bildung zu erhalten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum viele Kinder auf der Straße landen. Wir arbeiten auch daran, den Kinderschutz zu verbessern, indem wir mit Kinderschutzkomitees zusammenarbeiten und andere Mediation innerhalb der Gemeinschaft durchführen.


Bildung

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Von entlegenen Gebieten, die noch nie eine Schule hatten, bis hin zu Klassenzimmern, die wegen einer Katastrophe oder eines Konflikts zerstört wurden. Millionen Kinder weltweit können nicht zur Schule gehen, nur weil es keine Schulen gibt. Die Kinder, die zur Schule gehen, erhalten oft eine sehr schlechte Ausbildung. Es fehlen Toiletten und sanitäre Anlagen,  Lehrer sind unterqualifiziert oder das Lernmaterial ist unzureichendes.

Die Einstellung der Eltern und der Gemeinschaft kann oft auch ein Hindernis für Bildung sein. Dies gilt insbesondere für Mädchen aus den höheren Jahrgangsstufen der Grundschule, da sie dann die Möglichkeit haben, ein Einkommen für die Familie zu erzielen, anstatt in die Schule zu gehen.

Jedes Kind verdient die Chance zur Schule zu gehen und zu lernen. Street Child arbeitet daran, gefährdeten Kindern diese Chance zu geben.

was machen wir

Wir arbeiten mit Gemeinden zusammen, um Schulen zu bauen, Lehrer auszubilden, der Gemeinde die Bedeutung von Bildung zu vermitteln und sicherzustellen, dass alle unsere Lösungen auf lange Sicht nachhaltig sind.

Der Bau von Schulen in ländlichen Gemeinden ist der Kern unserer Bildungsarbeit. Im Jahr 2010 begannen wir mit dem Bau der allerersten Schulen in einigen der abgelegensten Gemeinden im sehr nördlichen Tambakha Chiefdom in Sierra Leone. Seitdem haben wir unsere Arbeit mit dem Bau und der Einrichtung von Schulen in Gebieten, die von Katastrophen oder Konflikten in Nepal und Nigeria betroffen sind, erweitert. Zwischen 2010 und 2017 hat Street Child mehr als 430 Schulen gebaut oder repariert.

Street Child arbeitet auch an der Verbesserung der Qualität an Schulen. In Sierra Leone haben wir hochwertige Klassenräume gebaut, um die Überbelegung in weiterführenden Schulen zu reduzieren - in Liberia arbeiten wir daran, die Qualität der Bildung in ländlichen Schulen zu verbessern.

Wir bilden auch Lehrer aus, um die Ausbildung zu verbessern. Von 2010 bis 2017 unterstützten wir mehr als 400 Lehrkräfte bei der Durchführung staatlich anerkannter Schulungskurse, und mehr als 500 Lehrkräfte waren an wichtigen Auffrischungskursen und fortlaufenden Weiterbildungsprogrammen beteiligt.

In Gemeinden, in denen die Einstellung der Menschen zur Schulbildung ein Bildungshindernis darstellt, plädieren Street Child-Mitarbeiter an Gemeinde- und Familien dafür, die Rechte aller Kinder auf Bildung zu fördern. Schließlich ist die Unterstützung der Eltern / Betreuer der Schlüssel zum akademischen Fortschritt eines Kindes. Street Child schult und unterstützt auch Gemeinden in den Verwaltungsaufgaben ihrer Schulen.

Street Child unterstützt Schulen bei der Bezahlung von Lehrern und bei der Bereitstellung von Bildungskosten, indem es Gemeinden hilft, ihr Einkommen zu steigern. Seit 2013 haben wir mehr als 100 Schulbehörden mit Agrarsubventionen und technischer Unterstützung bei der Entwicklung von Reisfarmen und Saatgutbankprogrammen unterstützt, wobei die Erlöse aus der Ernte zur Deckung der Bildungskosten verwendet wurden.


 

Einkommensunterstützung

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Für viele der Familien, mit denen wir arbeiten, sind die Kosten für Bildung ein großes Hindernis. Die häusliche Armut hält Millionen von Kindern von der Schule fern; ein trauriges Muster, das, wenn es nicht unterbrochen wird, das Potential hat, sich endlos zu wiederholen.

Im Jahr 2016 haben wir in Sierra Leone 2.000 Mädchen über ihre Bildungshindernisse befragt. Die Mädchen identifizierten Armut als das mit Abstand größte Hindernis. Aber du kannst Leben verändern und Armut durch Bildung reduzieren. Wenn alle Kinder die Schule mit Lesekompetenz verlassen, könnten 171 Millionen Menschen aus extremer Armut herauskommen. Deshalb sind unsere Programme zum Lebensunterhalt ein wichtiger Teil unserer Arbeit: Wir helfen Kindern, zur Schule zu gehen und diese abzuschließen.

Was machen wir?

Wir unterstützen einkommensschwache Familien mit einem angepassten Paket, damit sie aus dieser extremen Armut herauskommen und die Schulkosten ihrer Kinder bezahlen können. Neben einem finanziellen Beitrag geben wir ihnen auch eine betriebliche Ausbildung und erstellen gemeinsam mit ihnen einen Businessplan. Sie erhalten wöchentliche Beratung und nehmen an einem Sparplan teil. Seit 2009 haben wir mehr als 22.000 Familien durch diese Modelle unterstützt und mehr als 90 Prozent dieser Familien können noch heute für die Bildung ihrer Kinder bezahlen.

 


Kinder in Not

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Naturkatastrophen und Kriege haben den größten Einfluss auf Kinder. Sie stellen ihre Zukunft auf den Kopf, wenn sie gezwungen werden, aus ihren Häusern zu fliehen, ihre Angehörigen verletzt oder sogar getötet werden, ihre Schulen geschlossen sind oder sogar der Gefahr ausgesetzt sind, gezwungen zu werden mit Streitkräften zu kämpfen.

Ein Drittel der nicht schulpflichtigen Kinder in dieser Welt lebt in Ländern, die von Katastrophen und Konflikten betroffen sind - ein Prozentsatz, der jedes Jahr steigt. Kinder ohne Erziehungsberechtigten stehen bei Street Child im Mittelpunkt, weshalb Bildung in Notfallsituationen Priorität hat. Trotz allem werden derzeit nur 2% aller humanitären Mittel für Bildung ausgegeben.

Street Child arbeitet bei allen Nothilfemaßnahmen eng mit den Clusterkomitees des UN-Bildungsrates zusammen.

was machen wir

Jede Notsituation ist anders und bringt individuelle Herausforderungen mit sich. In jeder Situation tun wir jedoch alles was wir können, um Kinder und Bildung in und nach Notfällen zu schützen. Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir lokale Organisationen und Gemeinschaften in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen.

In dem von Konflikten betroffenen Nordosten Nigerias sind wir gerade dabei Lernzentren in Gemeinschaften von Binnenvertreibenen (IDP) zu verwalten. In Abuja unterstützen wir IDP-Mütter aus dem Nordosten mit unserem Business-Support-Programm, damit sie sich die Schulgebühren leisten können.

Unmittelbar nach dem Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 arbeiteten wir mit UNICEF und lokalen Organisationen zusammen, um Schulmaterial zu verteilen und temporäre Lernzentren (TLCs) zu bauen. In den Jahren 2016 und 2017 haben wir zusammen mit UNICEF und anderen Partnern mehr als 400 Klassenräume in den vom Erdbeben betroffenen Dörfern gebaut.

Als Anfang 2015 Sierra Leone und Liberia Ebola-frei war, spielte Street Child eine große Rolle bei der Wiedereröffnung von Schulen, wo wir gemeinsam mit UNICEF, Regierungen, anderen Organisationen und Gemeinden so schnell wie möglich Schulen öffneten. Wir haben Schulen rehabilitiert, notwendige Hygienematerialien zur Verfügung gestellt und unser Familienunterstützungs-Programm genutzt, um Familienoberhäuptern zu helfen, die Schulkosten zu bezahlen - zusammen haben wir allein im Jahr 2015 mehr als 45.000 Kindern geholfen, sicher zur Schule zurückzukehren.

Während Ebola selbst konzentrierte sich Street Child auf zwei kritische Bereiche. Wir haben Ebola entgegengewirkt, indem wir unser Netzwerk von Lehrern in abgelegenen Gebieten als "Ebola Communicators" genutzt haben. Dieses Team bestand an seinem Höhepunkt aus fast 2.000 Männern und Frauen. Wir klopften an die Türen von Zehntausenden von Häusern und erklärten "von Mann zu Mann" und "von Frau zu Frau" was genau Ebola ist und wie es vermieden werden kann. In Mitte der Krise haben wir uns auch um die Opfer von Ebola, besonders der Kinder, gekümmert. Bis März 2015 hatten die Street Child-Teams mehr als 11.000 Ebola-Opfern gedient. Im Jahr 2017 kümmerte sich Street Child weiterhin um die am meisten betroffenen Ebola-Waisen, mit Sozialarbeit und einem speziellen Ernährungsprogramm in Zusammenarbeit mit WFP.


Wo wir arbeiten

Street Child engagiert sich dafür, dass wir auch die Modelle, die wir in anderen bedürftigen Ländern in Sierra Leone entwickelt haben, nutzen können.

 
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Im Jahr 2008 begann Street Child seine Arbeit in Sierra Leone mit einer kleinen Anzahl von Straßenkindern, die später zu einem nachhaltigen Modell mit Familienzusammenführung und Geschäftsunterstützung für Familien wurde. Wir brachten auch Bildung in die entlegensten Gebiete.

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Seit 2013 hat Street Child auch Projekte in Liberia. Wie in Sierra Leone liegt der Fokus auch auf Kindern, die nicht in die Schule gehen, und Kindern, die in abgelegenen Gebieten leben, in denen es keine Bildung gibt oder die Bildungsqualität sehr niedrig ist.

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Seit 2015 arbeitet Street Child auch in Nepal, das im April von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht wurde, bei dem eine Million Kinder die Schule verlassen mussten, weil die Klassenzimmer eingestürzt oder beschädigt waren.

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Nachdem die UN Ende 2016 aufgrund der humanitären Krise in Nordnigeria infolge von Angriffen von Boko Haram auf uns zugekommen ist, wurde unsere Unterstützung als notwendig erachtet. Anfang 2017 hat Street Child deshalb dort sein erstes Projekt gestartet.


Forschung

 

Als Entwicklungsorganisation forscht Street Child auch in den Ländern, in denen wir arbeiten, um unsere Projekte bestmöglich zusammenzustellen und umzusetzen, damit wir die Probleme der Kinder und Familien, mit denen wir arbeiten, besser verstehen können.

2017: Treffen Sie die Musahars: Verstehen Sie die Musahar-Unterdrückung
Durch unsere Forschung in Nepal wollten wir verstehen, welche Faktoren die Musahar-Gemeinschaft, die am stärksten marginalisierte Gruppe in Nepal, beeinflussen. Sie haben kaum Zugang zu Bildung, weil sie von der größeren Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

Downloaden Sie den Bericht hier

2016: Nationale Konsultation zur Bildung von Jugendlichen in Sierra Leone
Unser Team interviewte zweitausend schulpflichtige und nicht schulische Mädchen in Sierra Leone, um die Bildungsbarrieren für Mädchen besser zu verstehen. Dieser Bericht beschreibt die fünf größten Hindernisse für die Bildung von Mädchen, wie sie von den Mädchen in Sierra Leone selbst beschrieben werden.

Downloaden Sie den Bericht hier

2015: Sierra Leone Ebola- Bericht
Der Ebola-Waisenbericht war der erste seiner Art, der produziert wurde. Es zeigte das wahre Ausmaß der Ebola-Krise und bildete die Grundlage für die Unterstützung von 12.000 Kindern durch Street Child, die durch dieses verheerende Virus zu Waisen wurden.

Downloaden Sieden Bericht hier

2012: Nationale Zahl von Straßenkindern in Sierra Leone
Das Street Child Team hat die erste Zählung aller Straßenkinder in Sierra Leone durchgeführt. Der Zweck war, zu verstehen, warum diese Kinder auf der Straße leben und wie sie am besten unterstützt werden können, mit dem letztendlichen Ziel, sie wieder in die Schule zu bringen.

Downloaden Sie den Bericht hier

 

Jedes Kind verdient die Gelegenheit, zur Schule zu gehen und zu lernen. Street Child Deutschland arbeitet, um gefährdeten Kindern die Chance zu geben, eine Chance zu haben.