Der Weg zum erfolgreichen Fundraising

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Im Namen des gesamten Street Child Deutschland Teams, vielen Dank an Patrick Wolter und Irem Adigüzel für ihren aufschlussreichen Gastbeitag, der uns einige hilfreiche Tipps liefert. Hier ist der Text:

 

Ich wollte schon immer einmal einen Marathon laufen. Als ich dann erfahren habe, dass der Barcelona-Marathon vor der Tür stand, habe ich mich angemeldet. 5 Minuten nach dieser Entscheidung wurde mir klar, dass es nicht einfach war einen Lauf über 42 Kilometer durchzustehen. Deshalb suchte ich nach einer zusätzlichen Motivation. Ich fand die Lösung, indem ich Freunde dafür begeisterte und zusätzlich die Idee hatte damit Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln. Als ich bei verschiedenen europäischen NGOs recherchierte, fand ich mit Street Child die perfekte Organisation für mich. Sie hat eine großes soziales Engagement und ist selbst auf die Verbindung von Marathon und Fundraising ausgerichtet!

In dem Moment, in dem du die Bestätigungs E-Mail von den Marathon-Organisatoren erhältst, denkst du eine andere Person zu sein. Du kennst all die Bücher über Selbstentwicklung, die du gelesen hast oder vorgibt gelesen zu haben (seien wir mal ehrlich, Buzzfeed-Artikel sind keine Bücher) über CEOs und ihre geheimen Gewohnheiten zum Erfolg. Du denkst du hast es auch raus. Ich wurde übermäßig aufgeregt und sagte allen, die ich in den nächsten Tagen traf, dass ich einen Marathon laufen werde. Es fühlte sich sehr gut an!

Hier kommt der schwierigere Teil - no pain, no gain. Ja, es ist kitschig, aber so ist es. Mein Trainingsstart war in Ordnung - jeden Tag stand ich morgens um 5 Uhr auf um zu trainieren. Manchmal hast du gute Tage, manchmal hast du das Gefühl, dass du dich gleich übergeben musst und an manchen Tagen bist du nur gelangweilt. Aber du hast allen davon erzählt, also gibt es kein zurück.  Ich kann mich selbst sehr leicht enttäuschen, weil ich weiß, dass ich meinen fetten Arsch nicht von der Couch bewegen werde und lieber Netflix schaue. Aber der Gedanke das ein Fremder oder irgendein Facebook Freund sieht, dass ich Versagt habe, nachdem ich so große Töne gespuckt hatte, motivierte mich noch mehr und auch der Gedanke für einen guten Zweck zu laufen.

Also trainierst du. Mein sogenanntes "religiöses Training" und gesunde Essgewohnheiten hatten offensichtlich ihren Anteil an Höhen und Tiefen mit Prüfungsstress und einer einmonatigen Periode der Großartigkeit - auch bekannt als Weihnachten, wo ich gerade mein Bauch mit Truthahn und extra Portionen füllte. Ich bin in dieser Zeit kaum gelaufen, geschweige denn gerannt.

Nachdem ich wieder in den Trainingsrhythmus eingestiegen war, dachte ich, ich sollte mich auf Fundraising konzentrieren. Ich ging davon aus,dass alle meine Freunde und meine Familie mich unterstützen würden. Ich sammel schließlich Geld für Kinder in Afrika! Es stellte sich aber heraus, dass ich mich geirrt hatte. Jeder vergisst und ignoriert dich! Deshalb hier ist eine hilfreiche Schritt-für-Schritt-Anleitung für dich, um dir bei deinem nächsten Fundraising zu helfen:

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1. Sei enthusiastisch und ignoriere, wie schwierig es sein wird. Erzähle den Leuten von deiner Spendenaktion und erwarte,dass sie aktiv sind und spenden.
2. Scheitere und erhalten nur eine einzige Spende von deiner eigenen Mutter. Meine Mutter hat immer gesagt, ich sei etwas Besonderes.
3. Versuchen es weiter mit übermäßigem Social Media-Spam. Wenn das nicht ausreicht, starten das Copy-Paste der Nachricht an jeden einzelnen- IMMER UND IMMER WIEDER!
4. Werde von Facebook wegen Spam-Mails gewarnt.
5. Ignoriere Facebook.
6. Werde 48 Stunden lang von Facebook blockiert.
7. Sorgen dafür, dass die Menschen sich schlecht fühlen, wann immer du sie siehst, um sie damit zum spenden zu zwingen.
8. Du hast es geschafft!

Im Namen des gesamten Street Child Deutschland Teams vielen Dank an Patrick Wolter und Irem Adigüzel, dass sie uns diese Tipps gegeben haben!

 
Florian Weimert