Diskriminierung ist das größte Bildungshindernis für Kinder mit Behinderungen

Eine neue Forschung von Street Child hat gezeigt, dass Diskriminierung das größte Bildungshindernis für Kinder mit Behinderungen in Sierra Leone ist.

Der erstmalig stattfindende Global Disability Summit wird in Großbritannien am Dienstag den 24. Juli stattfinden. Die Staatssekretärin von DfID, Penny Mordaunt, kündigte diesen Gipfel in Gebärdensprache an - um die Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu zeigen.

Statistiken haben gezeigt, dass von der einen Milliarde Menschen, die eine Behinderung haben, 800 Millionen in einem Entwicklungsland leben. Die Planung neuer inklusiver Bildungsangebote wird durch den Mangel an verlässlichen Daten zu Bildung und Behinderung entgegengewirkt.

Die Direktorin von Street Child für Projekte in Afrika, Megan Read Mc Cowan, erklärt: "Es gibt einen ernsthaften Mangel an Informationen über die Präsenz von Behinderungen in Entwicklungsländern. Street Child hat sich dazu verpflichtet, die inklusive Bildung für Kinder mit Behinderungen zu erhöhen. Diese Forschung in Sierra Leone ist unser erster Schritt zum Verständnis, wie die globale Entwicklungsgemeinschaft besser dafür sorgen kann, dass kein Kind zu früh die Schule verlässt. "

Obwohl viele davon ausgehen, dass die Barrierefreiheit oder der Mangel an Fachressourcen die Haupthindernisse für Kinder mit Behinderungen sind, die Schule zu besuchen, zeigen unsere jüngsten Untersuchungen, dass Diskriminierung ganz oben auf der Liste steht.

Megan erklärt: "44% der Kinder, mit denen wir gesprochen haben, sagten, dass Stigmatisierung und Diskriminierung das Haupthindernis gegen den Schulbesuch darstellen. Dieses Problem wird unterschätzt und kaum unterstützt. Street Child appelliert zusammen mit unseren Partnern in Sierra Leone - WESOFOD und SCoSL - dafür, dass nationale und internationale Gemeinschaften dazu beitragen sollen, mehr Beweise für Kinder mit Behinderungen in Sierra Leone - und weltweit - zu entwickeln. "

Der Global Disability Summit markiert den Beginn des Wandels. Viele Organisationen treten der Charta für den Wandel bei, um die Rechte, Freiheit, Würde und Inklusivität für alle Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.

Unsere Forschung zeigt, dass Lehrer, Eltern und Betreuer eine wichtige Zielgruppe für die Bekämpfung von Stigmatisierung und Diskriminierung sind. Einer der Lehrer erklärt: "Kinder mit Behinderungen sind eine große Belastung im Klassenzimmer." Und ein Kind von 14 Jahren erzählt: "Meine Eltern betrachten mich nicht als normales Wesen."

Tom Dannat, CEO von Street Child: "Street Child glaubt, dass jedes Kind es verdient, die Chance zu haben in die Schule zu gehen und zu lernen. Wir arbeiten daran mehr für die marginalisierten Kinder zu tun, mit denen wir arbeiten. Der Grund hinter dem Global Disability Summit ist, Stigmatisierung und Diskriminierung zu bekämpfen, in dem neue Standards geschafft werden und Kindern Bildung, Würde und Respekt gewährleisten."

Laden Sie die Studie hier herunter.

Florian Weimert