Sierra Leone Marathon Teilnehmer und erfolgreicher Fundraiser Ilyas Aldogan

Der Sierra Leone Marathon steht vor der Tür und dieses Jahr sind auch zwei deutsche Teilnehmer dabei. Einer der beiden ist Ilyas Aldogan, 36 Jahre alt, aus Gerbrunn bei Würzburg. Ilyas hat anlässlich seiner Teilnahme am Marathon eine Fundraising-Aktion gestartet und war mit dieser unglaublich erfolgreich. Ilyas hat sich entschieden spenden zu Sammeln, indem er sich von seiner Leidenschaft dem Laufen und dem Hobby seines Sohnes, Fussball, hat inspirieren lassen. Unter dem Motto “Schwitzen für Bildung” hat er mehrere Spendenläufe und ein Fußballturnier organisiert. In den letzten 6 Monaten ist Ilyas weit über das Fundraising-Ziel hinaus geschossen. Er hat bereits über 10.000 Euro Spenden für Street Child gesammelt und ist noch lange nicht müde.

Ilyas mit Florian , dem 1. Vorsitzenden von Street Child Deutschland

Ilyas mit Florian , dem 1. Vorsitzenden von Street Child Deutschland

Ilyas Im Interview:

Wie bist du auf Street Child aufmerksam geworden und warum hast du dich entschieden gerade uns zu unterstützen ? 

Ilyas: Ich bin ein Läufer und lese gerne die Zeitschrift “Runnersworld” und ich habe mal einen kleinen Bericht über den Street Child Sierra Leone Marathon gelesen von einer Person, die auch aus meiner Nähe kommt. Da habe ich mir gedacht ich schaue im Internet mal nach und dann habe ich mir die Internetseite durchgelesen und das hat mich sehr inspiriert. ich wollte schon immer mal was für Afrika tun und dann habe ich noch weiter nachgelesen und nachgeforscht und es hat sich herausgestellt, dass Street Child genau das richtige für mich ist.


Erzähl einfach mal, wie hast du es geschafft so viel Geld zu sammeln ? 

Ilyas: Es war nicht einfach ! Am Anfang gab es auch einige Probleme. Und ich habe auch ein paar Rückschläge einstecken müssen. Indem auch ein paar Kollegen gesagt haben ich würde das niemals schaffen. Aber ich bin ein Kämpfer und da habe ich mir gedacht, ich werde das durchziehen und ich schaff das auch, denn ich mach es für die Kinder die es auch wirklich nötig haben. Dann habe ich ein paar Kindergärten abgefragt, die ich kenne. Dort haben Sie mich dann auf die Idee gebracht mit den Spendenläufen. Da ich ein motivierter Läufer bin, hat das richtig gut gepasst. Ich habe auch das Glück gehabt, dass ich in Gerbrunn lebe. Hier wohnen sehr nette Menschen und wir haben auch einen sehr netten Bürgermeister, der mich auch dabei unterstützt hat. Zum Beispiel hat er mich geholfen Anzeigen zu erstellen.
Mein Sohn spielt sehr gerne Fußball. Somit habe ich dann mit dem Trainer geredet, ob man eventuell ein Fußballturnier organisieren könnte. Die Idee fand er richtig gut und hat mir direkt zugesagt. Darauf folgend habe ich dann Firmen und Vereine organisiert und mich um Essen und Getränke gekümmert. Mein Verein, TSV Gerbrunn, hat mich dabei sehr unterstützt. So ist das alles Entstanden.
Was ganz wichtig ist : man muss sich gut gegenüber den Menschen präsentieren können. Außerdem habe ich T-Shirts drucken lassen und Werbebanner organisiert. So etwas gibt den Leuten Sicherheit. Deshalb denke ich, war es überhaupt möglich so eine große Summe zu erreichen.

Wie bist du auf die Idee gekommen die Läufe und das Turnier zu organisieren und wie ist es bei Eltern, Kindern und Lehrer angekommen ? 

Ilyas: Die Läufe zu organisieren war für mich eigentlich das Einfachste. Das Fußballturnier war noch etwas aufwändiger. Glücklicherweise haben die Kindergärten mit denen ich gesprochen habe, schon früher einmal etwas ähnliches auf die Beine gestellt. Jedoch haben die Kindergärten mich auch im vornherein gewarnt und gesagt, dass meistens nicht so eine große Summe dabei herauskommen wird. Ich habe mich jedoch trotzdem entschieden, das durch zu ziehen. Ich kenne einige Leute mit Kindern, da ich schon einige Zeit in Gerbrunn lebe. Somit konnte ich mit einigen Eltern in Kontakt treten und durch deren Hilfe und des Kindergarten, konnte ich die Läufe organisieren. Ohne deren Hilfe, wäre das nicht möglich gewesen. Wenn sich Eltern über die Projekte von Street Child informiert haben, war es relativ leicht positive Rückmeldung zu erreichen und zu begeistern. Obwohl die Organisation noch nicht so bekannt ist, hat Street Child einen sehr guten Ruf.

Mit welchen Erwartungen gehst du nach Sierra Leone ? 

Ilyas: Ich habe nicht viel Erwartungen aber ich freue mich nur darauf nette Menschen kennen zu lernen. Natürlich hoffe ich, dass meine Arbeit, die ich die letzten Monate geleistet habe gut ankommen wird, mit einem guten Ergebnis.

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An dieser Stelle möchten wir uns gerne für die unglaubliche Unterstützung von Ilyas und allen Spendern und Helfern bedanken ! Wir schätzen uns sehr glücklich , dass Ilyas so viel Zeit und Energie investiert hat, um den Kindern in Sierra Leone eine Schulbildung zu ermöglichen. Wer Ilyas Aktivitäten weiter unterstützen möchte, kann gerne auf seiner Fundraising-Seite vorbei schauen oder ihn auf seinem Instagram besuchen.

Autor: Anna Janßen

Florian Weimert