Freetown mudslide: ein jahresrückblick

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Am Montag den 14. August 2017 sind circa 1000 Menschen in Sierra Leone's Hauptstadt ums Leben gekommen als ein Berghang ins Tal gerutscht ist. Riesige Felsbrocken, die sich beim Regen lösten, haben eine circa 3 Kilometer lange Spur der Zerstörung hinterlassen. Street Child war eine der ersten Organisationen, die sich dieser Notsituation angenommen haben. Durch die großzügige Hilfe unserer Spender/innen konnten wir direkt auf diesen Notfall reagieren und den Menschen helfen, die es am meisten benötigten. Es wurden über 87000 Foodpakete, über 5000 Kleidungspakete und über 3000 Toilettenartikel verteilt.

Die sofortige Notfallversorgen ist jedoch nur die halbe Geschichte.

Die Schlammlawine und Flut in Freetown hat eine Langzeitauswirkung - Lebensunterhälte konnten nicht mehr gedeckt werden, Kinder konnten nicht mehr in die Schule gehen. Geschichten wie die von Hawa Kamara ist kein Einzelfall.

Hawa war eine erfolgreiche Händlerin, die Reis und Fisch verkauft hat und somit den Schulbesuch ihrer Kinder finanzieren konnte. Leider hat die Flut ihr jedoch ihren Mann, eins ihrer Kinder, ihr Zuhause und ihr Geschäft genommen.

Nach der Schlammlawine, hat die Regierung von SIerra Leone Familien wie Hawas mit einer 225 € Förderung versorgt, damit diese ihr Leben wieder aufbauen konnten.

IM Februar, hat Street Child Umfragen durchgeführt, um zu überprüfen, wie weit die Fortschritte vorangeschritten sind. In unserem 6-Monatsreport haben wir gezeigt, dass immernoch 41% der Haushälte ihren Lebensunterhalt nicht beziehen können und mindestens 1 der Kinder aus der Schule ist.

Um dieser Situation entgegenzuwirken haben wir ein Programm kreiert, um 450 Familien wie Hawa's dabei zu unterstützen kleine Unternehmen aufzubauen und 1400 Kindern mit Bildungsmaterial zu versorgen, welches sie brauchen um in die Schule zurückzukehren. Die Verteilung dieser Förderungen, welche zum Teil durch unser 'Right to Learn' Appell generiert wurden, beginnt im nächsten Monat wenn die Regenzeit vorbei ist. Außerdem sind wir nun im Prozess zwei neue Schulen zu bauen, um durch die Katastrophe gefährdeten Schulen zu ersetzen, damit noch mehr betroffene Kinder Zugang zu der Schule erhalten, die sie verdienen.

All dies war nur möglich danke Ihrer Unterstützung!!

 

 

Florian Weimert