Street Child schafft Bildungsmöglichkeiten in Sri Lanka

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir auch in Sri Lanka aktiv sind, um Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen und ihnen damit die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.

Nachdem Sri Lanka 26 Jahre lang unter einem Bürgerkrieg litt, hat das Land in den letzten 10 Jahren signifikante Fortschritte gemacht. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch Regionen, in denen Kinder keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung haben. Die Schulen sind nicht angemessen ausgestattet und die Lehrer nicht gut genug ausgebildet.

Der Bürgerkrieg hat verheerende Folgen: Viele Kinder haben ihre Eltern verloren und leiden unter traumatischem Stress, was dazu führt, dass sie die Schule beenden. Zudem ist Kinderarbeit ein immer größer werdendes Problem. Des Weiteren wurde Bildungssystem durch Naturkatastrophen geschwächt. Im Mai diesen Jahres hat der Monsun Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht, wodurch 20.000 Familien ihr zu Hause verloren haben. Dadurch konnten viele Kinder nicht zur Schule gehen.

Nach Gesprächen mit der Regierung, internationalen Organisationen und lokalen Hilfswerken hat Street Child im Juni 2017 begonnen, in Sri Lanka zu arbeiten. Unser Sitz befindet sich in Batticaloa in der östlichen Provinz, die sozio-ökonomisch am schwächsten ist. Wir haben dort verschiedene Pilotprojekte begonnen um Bildung, Kinderschutz und die Risikoprävention zu verbessern. Diese werden wir so ausrichten, dass möglichst viele Kinder davon profitieren können.

Im Februar 2018 hat Street Child of Sri Lanka in Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsinstitutionen die Durchführung eines 6-monatiges Lehrerfortbildungsprogramms begonnen. Das Ziel ist es, die Kenntnisse über den Lehrplan und die Lehrmethoden zu verbessern. Dafür werden 90 Englischlehrer, die an Grundschulen und weiterführenden Schulen tätig sind, im Rahmen interaktiver Übungen im Klassenraum geschult.

Momentan besteht unsere Arbeit darin, Lehrer zu finden, die geschult werden können, um daraufhin die Fortbildung weiterer Englischlehrer zu unterstützen.

Florian Weimert