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News

Jahresrückblick 2017

2017 war bisher das erfolgreichstes Jahr für Street Child!
Hier sind nur ein paar unserer Highlights, die Dank Ihnen ermöglicht werden konnten:

Sierra Leone: Renovierung von über 400 Klassenzimmern Verteilung von Büchern, Bleistiften und Kugelschreibern an über 11.000 Kinder Ausgabe von über 80.000 Mahlzeiten an Opfer der Überschwemmung und den Schlammlawinen in Freetown Aufbau von 225 Klassenzimmern in Zusammenarbeit mit "Catholic Relief Services", "World Vision" and "DfID", um die Bildungsqualität in Mittelschulen zu verbessern

Sierra Leone:

Renovierung von über 400 Klassenzimmern

Verteilung von Büchern, Bleistiften und Kugelschreibern an über 11.000 Kinder

Ausgabe von über 80.000 Mahlzeiten an Opfer der Überschwemmung und den Schlammlawinen in Freetown

Aufbau von 225 Klassenzimmern in Zusammenarbeit mit "Catholic Relief Services", "World Vision" and "DfID", um die Bildungsqualität in Mittelschulen zu verbessern

Nepal: Fertigstellung von 486 Klassenzimmern Ausbildung von 239 Lehrern in von Erdbeben betroffenen Gemeinden Eröffnung unserer ersten Schule in einer Backstein-Fabrik (Planung für den Bau von fünf weiteren!) Bestätigung von Finanzierungsmöglichkeiten, damit Mädchen in extrem am Rande der Gesellschaft gedrängten Musahar Gemeinden zur Schule gehen können (Bildungsrate ist gerade mal bei 4%!)

Nepal:

Fertigstellung von 486 Klassenzimmern

Ausbildung von 239 Lehrern in von Erdbeben betroffenen Gemeinden

Eröffnung unserer ersten Schule in einer Backstein-Fabrik (Planung für den Bau von fünf weiteren!)

Bestätigung von Finanzierungsmöglichkeiten, damit Mädchen in extrem am Rande der Gesellschaft gedrängten Musahar Gemeinden zur Schule gehen können (Bildungsrate ist gerade mal bei 4%!)

Liberia: Start eines Programms, damit 2.000 Kinder unterstützt werden können sich innerhalb von sechs Monaten der Lernstoff für zwei Jahre zu erarbeiten

Liberia:

Start eines Programms, damit 2.000 Kinder unterstützt werden können sich innerhalb von sechs Monaten der Lernstoff für zwei Jahre zu erarbeiten

Nigeria: Eröffnung eines ersten vorläufigen Lernzentrums in Nigeria Schulung von zehn Lehrern zur Übermittlung von Grundausbildungen Ausstattung mit Lernmaterialien für 300 Kinder Unterstützung von 130 Familien beim Aufbau und bei der Erweiterung ihrer Betriebe  Bestätigung von Finanzierungsmöglichkeiten, damit 23.000 Kindern in 2018 das gleiche ermöglicht werden kann

Nigeria:

Eröffnung eines ersten vorläufigen Lernzentrums in Nigeria

Schulung von zehn Lehrern zur Übermittlung von Grundausbildungen

Ausstattung mit Lernmaterialien für 300 Kinder

Unterstützung von 130 Familien beim Aufbau und bei der Erweiterung ihrer Betriebe 

Bestätigung von Finanzierungsmöglichkeiten, damit 23.000 Kindern in 2018 das gleiche ermöglicht werden kann


Schlammlawinen in Sierra Leone: Die Katastrophe nach der Katastrophe

 

Die verzweifelte Situation der Überlebenden nach der Schließung der Notunterkünfte in Freetown

Aufgrund starker Regenfälle löste sich am 14. August 2017 ein Hang des Mount Sugar Leaf. Eine Geröll- und Schlammlawine mit riesigen Gesteinsbrocken wälzte sich in Richtung Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, und begrub ganze Stadtteile unter sich. Auf einer Länge von zwei Meilen hinterließ sie eine Schneise der Verwüstung. Anders als ursprünglich in Deutschland gemeldet, kamen nicht 200, sondern schätzungsweise 1.000 Menschen ums Leben. Weitere 5.300 sind von den Auswirkungen der Katastrophe direkt betroffen.

Unmittelbar nach der Naturkatastrophe setzte die internationale Gemeinschaft Hilfsprogramme auf, um die Überlebenden, die zum Teil alles verloren hatten, mit dem Nötigsten zu versorgen. Street Child startete als eine der ersten Hilfsorganisationen einen offiziellen Spendenaufruf und war unter den ersten Helfern vor Ort. Die 70 einheimischen Street Child Mitarbeiter begannen sofort mit der Verteilung von Notrationen, die von der britischen Regierung bereitgestellt wurden. Street Child-Teams arbeiteten mehr als einen Monat rund um die Uhr.

Was wir bisher erreichen konnten:

  • 87.142 Essenspakete
  • 13.242 warme Mahlzeiten
  • 3.236 Hygieneartikel
  • 5.874 Kleidungspakete
  • 2.094 Handtücher

Außerdem hat das Team 9.727 Menschen über Hygienemaßnahmen bei der gemeinschaftlichen Benutzung sanitärer Einrichtungen aufgeklärt.

 

Die Katastrophe nach der Katastrophe

Aktuell zeichnet sich ab, dass die Opfer, denen ohnehin nichts als ihr Leben geblieben ist, nun auch noch den Schutz, den die Notunterkünfte bieten, verlieren sollen. Mitte November hat die Regierung von Sierra Leone begonnen, die Notunterkünfte zu schließen. Ausgerüstet mit einer Erstausstattung an Grundnahrungsmitteln, Decken, Geschirr, einem Ofen etc. sowie 200 Pfund in bar werden die registrierten Bewohner der Notunterkünfte auf die Straße geschickt. Diese Starthilfe ist dafür gedacht den Opfern der Naturkatastrophe den Aufbau einer Existenz zu ermöglichen. Doch dafür reichen weder das Geld noch die Lebensmittel.

In einem Land, in dem die Menschen keine Bankkonten haben und ihr Zuhause gleichzeitig auch ihre Geschäftsräume beherbergen, ist der Verlust der Wohnung auch gleichzeitig der finanzielle Ruin. Es ist auch der Verlust der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Notunterkünfte in Freetown bieten den Katastrophenopfern wenigstens einen Platz zum Schlafen. Nach der Schließung der Camps gibt es dann keinen Platz mehr, wo die Obdachlosen bleiben könnten. Besonders hart trifft die Auflösung der Notunterkünfte junge alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern.

Zum Beispiel Hannah …

"Es ist wirklich nicht einfach Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.                    Ich weiß nicht, was ich sagen soll."

"Es ist wirklich nicht einfach Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.                    Ich weiß nicht, was ich sagen soll."

Hannah Sesay sieht keine Zukunftsperspektive für sich und ihre Kinder. Sie musste die Notunterkunft bereits verlassen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es ist nicht einfach. Ich weiß nicht, wie mein Leben weitergehen soll“, sagt sie. Die junge Witwe ist traumatisiert. Ihr Ehemann ist in der Schlammflut ums Leben gekommen. Die Lawine hat ihr gesamtes Hab und Gut weggespült. Hannah ist hochschwanger. Sie weiß nicht, wie sie ihre Kinder versorgen soll oder wie es mit deren Schulbildung weitergeht. Bereits eine Woche nach der Schließung der Notunterkunft hat sie ihr gesamtes Geld für sich und ihre fünf Kinder verbraucht. Alleine die Miete für eine Ein-Zimmer-Blechhütte kostet die junge Mutter umgerechnet etwa 170 Pfund. Aus dem Palmöl aus ihrer Notration kocht sie Suppe, die sie auf der Straße verkauft. Das wenige Geld, das sie damit verdient, fließt vollständig in die Ernährung ihrer Kinder. Davon auch noch etwas zu sparen? Daran ist überhaupt nicht zu denken.

Zum Beispiel Kadiatu…

"Ich hab keinen Platz wohin ich gehen kann. Auch wenn ich das Geld am Donnerstag erhalte, weiß ich noch nicht wohin ich gehen soll. Ich werde mit meinen Kindern auf der Straße schlafen müssen."

"Ich hab keinen Platz wohin ich gehen kann. Auch wenn ich das Geld am Donnerstag erhalte, weiß ich noch nicht wohin ich gehen soll. Ich werde mit meinen Kindern auf der Straße schlafen müssen."

Kadiatu und ihre drei Kinder sind eine von wenigen Familien, die bis zuletzt im Alten Schulcamp in Freetown bleiben konnten. Zusammen mit einer Handvoll anderer Menschen lebte sie bis zuletzt in einem ansonsten leeren Zelt. Ihr Baby ist zwei Monate alt. Es ist bereits in der Notunterkunft geboren. Am Donnerstag wurde ihr gesagt, dass sie das Camp verlassen müsse. Aber Kadiatu weiß nicht, wo sie mit ihren Kindern hin soll. „Ich habe keinen Platz, wohin ich gehen könnte. Auch wenn ich am Donnerstag das Geld bekomme, werde ich keinen sicheren Platz für uns haben. Ich werde mit meinen Kindern auf der Straße schlafen müssen“, so Kadiatu verzweifelt.

 

Street Child hilft

So wie Hannah und Kadiatu geht es vielen. Street Child hilft solchen besonders gefährdeten Kindern und ihren Familien dabei, eine neue Existenz zu gründen. Street Child hat sich darauf spezialisiert, Mütter darin zu unterstützen, nachhaltige Unternehmen aufzubauen, damit sie sich die Ernährung und die Ausbildung ihrer Kinder leisten können. In Freetown haben so viele Familien alles verloren. Sie blicken einer unsicheren Zukunft entgegen. Die Arbeit von Street Child eröffnet ihnen neue Perspektiven und hilft ihnen dabei, wieder zuversichtlich nach vorne zu schauen. 


   

 

 

"Right to learn" – Ein Recht auf Unterricht

Es soll den ärmsten Kindern in Sierra Leone, Liberia und Nigeria ermöglicht werden, Lesen und Schreiben zu lernen.

Wir werden den Kindern eine Zukunft geben, obwohl sie mit den größten Barrieren konfrontiert sind: Kindern, die sich mit Krisen auseinandersetzten müssen, Kindern, die aus ländlichen Gegenden stammen, Kindern, die in Armut leben und Mädchen, die Gewalt ausgesetzt sind.

Sei diesen Winter ein Teil von etwas Unglaublichem!

Schließe dich Street Child an, so dass wir zusammen das Leben von 10.000 Kindern in West Afrika verändern können und setzte dich für deren Recht auf Lernen ein!

Spenden Sie jetzt: https://www.streetchild.de/spenden/


In Sierra Leone unterstützt Street Child bereits seit 2008 Kinder dabei die Schule zu besuchen und Familien dabei eigene Unternehmen aufzubauen, um auf diese Weise die benötigten finanziellen Mittel zur Ausbildung ihrer Kinder selber aufbringen zu können.