Unsere humanitären Projekte in Liberia

 
 

Liberias schwache Wirtschaft, welche durch die den Bürgerkrieg zerstört wurde, könnte sich aufgrund der Ebola Krise nicht erholen. 500.000 Kinder können nicht mehr in die Schule gehen und weiteren 500.000 droht der frühzeitige Schulabbruch. Darüberhinaus können nur 36% der jungen Frauen lesen, im Gegensatz zu 63% der jungen Männer. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Situation in diesem Land zu verstärken, in dem Gleichberechtigung der Geschlechter eine der niedrigsten ist.


Unsere Projekte

Street Child Deutschland arbeitet seit 2013 mit seiner Schwesterorganisation Street Child of Liberia (SCoL) zusammen. Wir arbeiten in verschiedenen Projekten, die alle das gleiche Ziel vertreten, Bildung für jeden zugänglich zu machen. Wir haben mit unserer Arbeit in Monrovia angefangen und diese später in entlegene Gebiete wie beispielsweise Maryland County, einer der ärmsten Regionen des Landes, weiter ausgebreitet.

 
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Bildungsqualität

Seit September 2016 arbeitet Street Child Liberia mit dem liberianischen Ministerum für Bildung zusammen, um die staatliche Schulqualität zu verbessern. Der Plan von Street Child ist es, diese Schulen zu verbessern und dabei den Augenmerk auf folgende 4 Punkte zu legen: Die Stärkung des Schulmanagements, die Weiterbildung von Lehrern, die Anwesenheit von Lehrern und das Miteinbeziehen von Eltern im Lernprozess.

Street Child Liberia hatte außerdem begonnen ein neues, beschleunigtes Lernprogramm in Liberia im Februar 2017 zu implementieren. 750 Kinder im Alter von 8-12 Jahren haben an dem Projekt für jeweils 6 Monate teilgenommen. Das Ziel dieses Programmes war es, diese Kinder erfolgreich zurück in die staatlichen Schulen zu bringen.

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Schutz von Kindern

Street Child bietet Straßenkindern psychosoziale Unterstützung, eine wesentliche Komponente für die Entwicklung dieser Kinder. Wir führen dies durch Sozialarbeiter durch, die die außerdem versuchen, die Kinder wieder mit einer (alternativen) Familie zusammenzuführen.

Street Child unterstützt diese Kinder durch Schulmessen und Schulzubehör, wie zum Beispiel einer Schuluniform, Bücher, Schuhe und einer Tasche. Der Sozialarbieter besucht diese Kinder anschließend regelmäßig, um deren Fortschritt zu überprüfen und des Weiteren sicherzustellen, dass diese in der Schule bleiben.

Während des Höhepunktes der Ebola Krise haben unsere Sozialarbeite traumitisierte Waisen von betroffenen Familien unterstützt und betreut. Darüberhinaus haben sie die sogenannte "Straßenecke Bildung" gegeben, damit die Straßenkinder sich weiterentwickeln konnten.

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Lebensunterhalt von Familien

In Liberia unterstützen wir Familien durch das Familien Business Schema. Hierbei erhalten Familien Schulungen und finanzielle Zuschüsse, damit diese ihre Kleinunternehmen aufbauen können. Das Ziel dieses Programmes ist, dass Eltern oder Erziehungsberechtigte in der Lage sind die Bildungskosten ihrer Kinder selber durch die Gewinne ihres Kleinunternehmens zu tragen. Mit diesem Projekt verfolgt Street Child einen nachhaltigen Lösungsansatz.

Im Juli 2016 hat ein Street Child Forschungsteam mehr als 1000 junge Frauen über die Schwierigkeiten im Bildungssektor interviewt. Es wurden unter Anderem Teenager-Schwangerschaften, frühzeitiges Heiraten, Kulturelle Überzeugungen genannt, aber es hat sich herausgestellt, dass der ausschlaggebene Faktor Armut ist. In 2016 hat Street Child Liberia begonnen ein drei-Jahres-Programm durchzuführen, welches sich genau diesem Faktor auseinandersetzt. Hierbei ist die Zielgruppe mehr als 1000 Mädchen und ihre Familien in Montserrado, Grand Capa Mount und Margibi.

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BENEDICT, DER LEHRER, DER LEBEN VERÄNDERT

Benedict war mehr als sieben Jahre ehrenamtlicher Lehrer an der Borlorla School, obwohl er drei Stunden benötigte, um zu der Schule zu gelangen.

Im Jahr 2016 begann Street Child, die Schule zu unterstützen, indem Lehrer wie Benedict zusätzliche Ausbildungen erhielten und sie auf die Gehaltsliste der Regierung gesetzt wurden. Die Beteiligung von Street Child in der Schule war bisher so erfolgreich, dass die Schülerzahl von einhundertfünfzig Schülern auf mehr als vierhundert angestiegen ist. Und dies obwohl der durchschnittliche Schulweg eines Kindes 1 bis 2 Stunden beträgt! Um diese enorme Zunahme der Schüler zu bewältigen, arbeitet Street Child nun eng mit der Gemeinde zusammen, um zusätzliche Klassenzimmer zu bauen und Lernmaterial anzubieten.

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ESTHER, DIE SOZIALARBEITERIN, DIE FÜR MÄDCHENBILDUNG KÄMPFT

"Ich möchte anderen Müttern helfen, ein Vorbild zu sein, und in Zusammenarbeit mit diesen Mädchen fand ich meine Leidenschaft für soziale Arbeit."

Die Street Child-Sozialarbeiterin und zweifache Mutter Esther Harris arbeitet mit Müttern und Mädchen zusammen, um ihnen die Chance zu geben, zur Schule zu gehen. Esther selbst überwand eine große Herausforderung, als sie wegen der Armut vorübergehend die Schule abbrechen musst. Nun bietet sie anderen Müttern die Möglichkeiten, nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Kinder zu verbessern.